Ratgeber Hundehaltung

Mit dem Hund zum Strand. Tipps & Tricks für Flugreisen mit Hund.

Das sollte man beim Fliegen mit Hund beachten

Ob Erholungsurlaub oder Städtetrip: Reisen macht Freude und erweitert den Horizont. Ein Urlaub mit Hund ist oft eine Herausforderung. Vor allem bei einer Flugreise sollten Sie einige Dinge beachten, damit Ihr lieber Vierbeiner den Flug gut übersteht. Eine frühzeitige Vorbereitung ist das A und O. Wir erklären Ihnen, welche Vorschriften es gibt und wie Sie Ihrem Hund den Flug erleichtern können.

Welche Hunde dürfen fliegen?

Es gibt einige Hunderassen, denen das Fliegen verboten oder nur unter bestimmten Bedingungen erlaubt ist. Hierzu gehören Hunde mit stumpfen Nasen oder kurzen Köpfen. Diese können leicht Atemnot bekommen, vor allem bei hohen Temperaturen und in stressigen Situationen. Dadurch können Kreislaufprobleme entstehen und es kann sogar zu einem Herzinfarkt kommen.

Eine Flugreise ist für Hunde eine extreme Stresssituation. Deshalb haben sich manche Fluggesellschaften dazu entschlossen, gefährdete Hunderassen nicht im Flugzeug zu transportieren. Andere Airlines ermöglichen dieses nur unter bestimmten Voraussetzungen. So kann es zum Beispiel verboten sein, Hunde mit stumpfen Nasen mitzunehmen, wenn die Temperatur am Start- oder Zielort 27 °C überschreitet.

Gefährdet sind unter anderem folgende Rassen:

  • Boston Terrier
  • Shi Tzu
  • Boxer
  • Mops
  • Bulldogge
  • Pekinese
  • Chihuahua

Fliegen mit Kampfhunden ist bei vielen Fluggesellschaften verboten. Andere Airlines erlauben einem Kampfhund das Fliegen, allerdings nur in einem besonders sicheren Spezialkäfig.

Für alle Hunderassen gilt: Achten Sie darauf, ob Ihr Hund von seiner Persönlichkeit und seinem Charakter her in der Lage ist, eine Flugreise gut zu überstehen. Eine mangelnde Erziehung oder traumatische Erfahrungen in der Vergangenheit können dazu führen, dass ein Hund extremen Stresssituationen nicht gewachsen ist. Dann sollten Sie Ihrem Hund die Strapazen eines Flugs lieber nicht antun.

Frachtraum oder Kabine – wo ist der Hund im Flugzeug?

Kleine Hunderassen werden von vielen Fluggesellschaften wie „Handgepäck“ behandelt. Sie dürfen in der Kabine mitfliegen, zum Beispiel in speziellen Transportboxen für Hunde. Die Regeln variieren je nach Airline. So können die Maße oder das Maximalgewicht der Box samt Hund vorgegeben sein. Es kann auch sein, dass die lieben Vierbeiner in der Box bleiben müssen. Bei manchen Arlines ist die Mitnahme des Hundes in der Kabine nur in der Economyclass erlaubt.

Große Hunde werden oft wie „Frachtgut“ behandelt. Sie müssen während des Flugs im Frachtraum des Flugzeugs bleiben. Beachten Sie, dass manche Fluggesellschaften gar keine großen Hunde mitnehmen. Begleithunde wie Blindenhunde stellen oft eine Ausnahme dar und dürfen mit Frauchen oder Herrchen in die Kabine.

Einreisebestimmungen für Hunde im Ausland

Für die Einreise von Hunden gelten je nach Land andere Regeln. Hierüber können Sie sich beim Auswärtigen Amt informieren. Schauen Sie nach, welche Unterlagen oder Impfungen erforderlich sind. Dieses sollten Sie rechtzeitig vor der Reise erledigen, falls Sie für Ihren Hund noch bestimmte Papiere wie einen Heimtierausweis beantragen müssen. Manchmal müssen Hunde einen Mikrochip haben.

Tipp: Nehmen Sie die Dokumente mindestens in zweifacher Ausführung mit. Eine Version sollten Sie bei sich tragen und die andere an der Transportbox Ihres Hundes befestigen.

Auf die Anmeldefristen achten

Informieren Sie sich, bis wann vor dem Flug die Mitnahme eines Hundes angemeldet werden muss. Bei manchen Airlines ist dieses bis zu 24 Stunden vor dem Flug möglich. Beachten Sie auch, dass auf vielen Flügen nur eine begrenzte Anzahl an Flugtickets für Hunde zur Verfügung steht. Das ist vor allem dann der Fall, wenn Sie Ihren vierbeinigen Liebling mit in die Kabine nehmen möchten.

Die richtige Transportbox für Ihren Hund

Damit sich Ihr Hund während des Flugs wohlfühlt und sicher am Ziel ankommt, sollten Sie eine passende Transportbox wählen. Bei der Auswahl sollten Sie auch die Bestimmungen der Fluggesellschaft beachten. Manchmal reichen Transporttaschen für Hunde, oft sind Hartschalenboxen vorgeschrieben. Es kann auch sein, dass die Fluggesellschaft Ihnen Transportboxen zur Verfügung stellt.

Kriterien beim Kauf einer Transportbox für Hunde:

  • bissfestes Material
  • ausbruchsichere Gestaltung
  • wasserundurchlässig (oder Einlagen)
  • keine spitzen Ecken und Kanten
  • ausreichende Belüftung
  • genug Platz zum Umdrehen

Beachten Sie beim Kauf das Gewicht Ihres Hundes und der Hundebox, um das von der Airline zugelassene Gesamtgewicht einzuhalten. Die richtige Größe der Box können Sie mit folgenden Faustregeln berechnen:

  • Kopfhöhe des Hundes + 15 cm = Höhe der Transportbox
  • Schulterblattbreite des Hundes x 2 = Breite der Transportbox
  • Abstand Hundenase bis Rutenwurzel des Hundes + 10 bis 20 cm = Länge der Transportbox

Wichtig: Legen Sie während des Transports keine Hundeleine in die Box, sonst besteht Strangulationsgefahr.

Hund im Flugzeug

Bei fast allen Airlines dürfen Hunde bis acht Kilogramm – inklusive der Transporttasche – in der Passagierkabine mitfliegen.

Die Vorbereitung

Sie können Ihrem Hund die Flugreise erleichtern, indem Sie ihn bereits einige Wochen vor dem Flug an die Transportbox gewöhnen. Gehen Sie dabei behutsam und geduldig vor. Legen Sie die Schmusedecke Ihres Hundes in die Box und lassen Sie die Tür auf. Warten Sie in Ruhe ab, bis Ihr Hund von selbst in die Box geht.

Wenn er das einige Male gemacht hat, können Sie für kurze Zeit die Tür schließen. Anschließend belohnen Sie Ihren Liebling. Gelingt dieses, können Sie in den nächsten Tagen und Wochen üben, die Tür immer ein wenig länger zu schließen.

Achtung: Tierärzte raten dringend von Beruhigungsmitteln während des Flugs ab! Diese können Nebenwirkungen und gefährliche Konsequenzen haben, wenn Ihr Hund allein in der Box ist. Das gilt insbesondere, wenn er im Frachtraum mitfliegt.

Direkt vor dem Flug

Bevor er in die Transportbox muss, sollten Sie Ihrem Hund die Gelegenheit geben, sich richtig auszutoben. Lassen Sie ihn herumtollen oder machen Sie einen ausgiebigen Spaziergang mit ihm. So können Sie ihm die bevorstehende Stresssituation etwas angenehmer gestalten. Geben Sie ihm seine Lieblingsleckerlis, loben und streicheln sie ihn.

Legen Sie Hundespielzeug und die Hundedecke Ihres Lieblings mit in die Transportbox. So geben Sie ihm die Chance, sich in der Box wohler zu fühlen.

Ihr Hund sollte nicht länger in der Transportbox sein, als unbedingt notwendig. Deshalb sollten Sie ihn erst möglichst spät in die Box bitten und nach dem Flug schnell befreien. Nach den Strapazen sollten Sie ihn herumtoben lassen und mit Streicheleinheiten verwöhnen.

Gute Reise!

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Hunde­haftpflicht­versicherung im Urlaub

Gilt die Hundehaftpflicht auch im Ausland?

Ohne Hunde­haftpflicht – Keine Einreise

Manche Länder setzen eine Hunde­haftpflicht­versicherung für den Hund bei der Einreise voraus.

Ohne Versicherung, keine Einrerise. Hundehalter sollten sich daher dringend vor der Reise über die jeweiligen Bestimmungen des Reiseziels vor dem Urlaub erkundigen.

Ein bereits bestehender Versicherungsschutz ist meist auch im Ausland gültig. Hier unterscheiden die Versicherer jedoch zwischen einem europäischen und globalen Haftpflichtschutz für Hunde. Dies sollte bei der Wahl einer Hundehaftpflicht in den Leistungen vorab abgeklärt werden.

Achtung: Ist man in einem europäischen Land unterwegs, gilt der Versicherungsschutz meist zeitlich unbegrenzt. Hält man sich dagegen mit seinem Hund nicht in Europa auf, besteht der gültige  Versicherungsschutz oft nur für einen Zeiraum von bis zu zwölf Monaten.

EU Heimtierpass: Reisen Sie innerhalb der EU, müssen Sie den EU-Heimtierpass als Pflichtdokument für Ihren Hund mitführen.

Tipp: Besitzen Sie noch keine Hundehaftpflicht, holen Sie sich am besten hier ein unverbindliches Angebot zur Hundehaftpflicht.